Bogenschießen - 

mehr als Kindheitserinnerungen

Bogenschießen zählt neben Golf zu den komplexesten Sportarten im Hinblick auf Koordination zwischen Körper und Geist, zwischen Technik und Ausführung. Wer das erste Mal einen Bogen in die Hand nimmt, stellt sehr schnell fest, dass das, was banal und einfach aussieht, gar nicht so leicht ist.

 

Der Bogen begann seine Geschichte als Jagdwaffe. Rund 12.000 Jahre alt sind die ältesten Funde, Höhlenzeichnungen belegen eine Verwendung vor rund 20.000 Jahren. Über die Jahrtausende erlangte er hohe Bedeutung in der Kriegsführung. Heute stellt er ein beliebtes Sportgerät dar.

Weg des Bogens

Kyudo – Weg des Bogens – nennen die Japaner eine Form des mentalen Trainings die an Meditation heranreicht. Gleichsam ist Sinn und Zweck, Harmonie zwischen Schützen und „Waffe“ zu finden.

Konzentration und Koordination

Mag sein, dass nicht ein jeder das Talent mitbringt ein Meisterschütze zu werden, doch jeder kann den Sport erlernen und für sich nutzen. Wer den Pfeil ins Ziel bringen will braucht Konzentration. Wer mit dem Kopf nicht bei der Sache ist wird gnadenlos scheitern. Das ist es, was diesen Sport zur Herausforderung macht. Diese besteht darin, sämtliche Bewegungsabläufe so zu trainieren, dass diese bei jedem Schuss exakt und binnen von Sekundenbruchteilen automatisch abgerufen und umgesetzt werden können. Und am Ende des Tages soll der Pfeil dort sein wo er hingehört – im Ziel.

Höchste Anforderung an Geist und Körper

Sie werden feststellen, dass sie dermaßen konzentriert sind, dass nichts anderes in ihrem Kopf Platz findet. Sie werden lernen sich auf Bewegungsmuster zu konzentrieren und gleichzeitig ein Ziel zu fokussieren. Sie werden kennenlernen, welche Auswirkung Unkonzentriertheit auf einen Schuss hat. Sie werden Muskeln spüren, von denen sie nicht wussten, dass sie sie haben. Und sie werden erfahren, wie sehr 30 Schuss und mehr, Körper und Geist müde machen können.

Auszeit – gehen sie offline

Was nicht gemeinsam funktioniert, sind Bogenschießen und 24/7 Erreichbarkeit. Schalten sie ihr Handy aus, lassen sie es im Auto. Vergessen sie für ein paar Stunden Facebook, WhatsApp, Insta und Co. und erleben sie wie die Ruhe in sie kehrt. Dieser Sport verlangt ihre ganze Aufmerksamkeit ­­- schenken sie ihm und sich die dafür benötigte Zeit. Sie werden es nicht bereuen.

Spaß und Bewegung

Ein weiterer Aspekt sind die Möglichkeiten im Gelände. Sie können in der Halle oder auf dem Feld schießen. Oder sie nutzen einen 3-D-Parcours mit 28 Zielen in einer geselligen Runde. So sind sie im Wald oder freien Gelände unterwegs an der frischen Luft – vier bis fünf Stunden – in Begleitung oder in aller Stille für sich allein. Wen der wettkämpferische Ehrgeiz packt – internationale Turniere stehen reichlich zur Auswahl. Summa summarum – ein Sport der Körper, Seele und Geist gleichermaßen fordert und trainiert.

 

Neugierig geworden?  Schnuppern sie rein.
 

Schnuppertraining

Liebe Bogensportinteressierte,

aufgrund der derzeitigen besonderen Umstände wird KEIN Schnuppertraining angeboten.

 
 

Bogenarten

Je nachdem welcher Typ Bogenschütze man sein möchte unterscheiden wir verschiedene Bogenarten. Von sehr archaischen, sogenannten Traditional Bows, bis hinauf zu wahren Hightech-Geräten aus Verbundwerkstoffen mit komplexen Kabelzügen und Visiereinrichtungen.

Je nach Ausstattung und Ergänzungen durch Stabilisatoren, Pfeilauflagen, Material und Visierhilfen werden diese Bogenarten nochmals in verschiedene Bogenklassen eingeteilt. Wir wollen hier aber die grundlegenden Arten von Bögen vorstellen. Alle Bögen sind mit unterschiedlichen Zuggewichten für den individuellen Bedarf erhältlich.

In diese Gruppe fallen Bögen aus Holz oder natürlichen Verbundstoffen wie Holz-Hornlaminat. Dazu zählen die berüchtigten Reiterbögen der Mongolen ebenso wie die im Optimalfall aus Eibenholz gefertigten englischen Langbögen. Diese Bögen werden über die Hand geschossen und verfügen weder über ein sogenanntes Bogenfenster in der Mitte des Bogens noch über eine Pfeilauflage. Sie werden mit Holzpfeilen mit Naturbefiederung geschossen.

Der Langbogen selbst ist wie der Name schon sagt – lang. Länger als alle anderen Bögen mit einfacher Bogenform. Zusätzlich zu den einfachen Holzbögen kann ein moderner Langbogen aus verschiedenen Laminatschichten wie Holz, Fiberglas oder anderen Kunststoffen bestehen. Zudem verfügen moderne Bögen über ein Bogenfenster, der Pfeil wird über das sogenannte Shelf geschossen. Auch hier gilt – Pfeile aus Holz.

Die Form des Recurvebogen leitet sich aus den Reiterbögen ab die genauer als Reflexbogen bezeichnet werden. Diese waren gefürchtet und erlangten ihre Durchschlagskraft durch die beiden entgegen der Zugrichtung gebogenen Enden. Diese sogenannten Re-Curves finden sich heute bei den Recurvebögen. Bestehend aus Holzlaminat, gibt es ihn als einteiligen Bogen oder als Take-Down mit abnehmbaren Wurfarmen. Die Einteilung in die verschiedenen Klassen richtet sich hier nach Verwendung von Pfeilauflagen oder des Shelfs und der Pfeil- bzw. Befiederungswahl. Er ist der klassische Einsteigerbogen schlechthin.

Grundlegend dieselbe Form wie der Holz-Recurve. Der große Unterschied besteht darin, dass diese Bögen ein Griffstück aus Metall oder Carbon besitzen, an welchem die Wurfarme aus Holz-Fiberglas, Fiberglas-Schaum, Carbon-Schaum oder reinem Carbon angebracht  werden. Der Sport-Recurve zeichnet sich durch wesentlich höhere Schussexaktheit und -geschwindigkeit aus. Je nach verwendetem Wurfarm. Auch hier wird die Einteilung in Klassen nach verwendeten Zubehörteilen getroffen. Bekannt sind diese Bögen aus dem olympischen Bewerb bei welchem Distanzen von 90 Metern geschossen werden. Hier werden Carbonpfeile mit Kunststoffbefiederung verwendet.

Als Compoundbogen wird ein komplexes Konstrukt aus Kabeln, Wurfarmen, exzentrischen Umlenkrollen und Bogensehne bezeichnet. Das Material in aller Regel Carbonverbundwerkstoff – Compound eben. Die besonderen Eigenschaften dieses Bogens sind seine relativ geringe Größe und, dass er sich ab einem gewissen Punkt im Auszug sehr leicht halten lässt. Aber täuschen Sie sich nicht was seine Kraft und  Energie betrifft. Die maximal zulässige Geschwindigkeit liegt bei 300 Feet/Second. Geschossen wird dieser Bogen mithilfe eines Releases, einer Auslösehilfe über die, wie bei einem Gewehr, über einen Fingerabzug die Sehne gelöst wird. Verwendete Pfeile ebenfalls Carbon mit Kunststofffeder. Auch hier werden je nach Zubehör verschiedene Klassen getrennt.

Wer glaubt sich schnell mal einen Bogen und sechs Pfeile dazu kaufen zu können und auf geht´s, der hat sich geschnitten. Pfeil und Bogen müssen aufeinander abgestimmt sein und diese gemeinsam wiederum auf den individuellen Schützen. Eine kleine Wissenschaft.

Grundlegend unterscheiden wir vier Pfeilarten. Holz-,  Aluminium-, Carbon- und Alu-Carbon-Verbundpfeile. Wobei der Alu-Pfeil immer mehr an Bedeutung verliert. Je nach Bogenart und -klasse sind gewisse Pfeile zugelassen. So werden bei den traditionellen Bogen, wie Lang- oder Primbogen Holzpfeile mit Naturfeder geschossen. Bei den Sportrecurve- und Compoundbögen, Carbonpfeile mit Kunststofffeder. In einigen Fällen werden Carbonpfeile mit Naturfeder verwendet.

 

Der Alu-Carbon-Schaft hat sehr exakte Flugeigenschaften, einen entsprechenden Preis und findet in der Regel in der olympischen Disziplin auf Scheibe Verwendung. Wer solch einen Pfeil im Gelände auf 3D-Scheiben schießt und dann doch den Stein daneben trifft, der weiß wie schmerzhaft es klingt, wenn sich 30 € in Luft auflösen.

Der Pfeil

 

Primitivbogen

Langbogen

Holz-Recurvebogen

Sport-Recurvebogen

Compoundbogen

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